Bülach, 15.12.2011: Gemäss dem Zürcher Regierungsrat wurden 2010 durchschnittlich 50'757 Personen pro Tag stark vom Fluglärm belästigt. Das sind rund 4‘000 Personen mehr als der vom Regierungsrat festgelegte ZFI-Richtwert und 3‘700 Personen mehr als 2009. Nachdem die Flughafenlobby im Vorfeld der Abstimmung zum Pistenausbau-Stopp die Zürcherinnen und Zürcher stets mit wohlklingenden Worten zu beschwichtigen versuchte, will die IG-Nord jetzt endlich Taten sehen.
Rund drei Wochen nach dem Nein der Zürcher Stimmbevölkerung zur Pistenausbau-Stopp-Initiative hat der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker heute die neusten Zahlen zur Fluglärmbelastung der Bevölkerung rund um den Flughafen Zürich präsentiert. Der konjunkturelle Aufschwung, der starke Franken und das grosse Bevölkerungswachstum iner betroffenen Region hätten gemäss seinen Erklärungen zu einer Überschreitung des ZFI-Richtwerts geführt.
Die nun vorliegenden Zahlen zeigen deutlich, dass
Der Regierungsrat muss das Ruder nun endlich in die Hand nehmen und die angekündigten Massnahmen rasch umsetzen – sei es beim Flugverkehr, bei der Raumplanung oder aber der Wohnqualität. So könnten die Bewegungszahlen in den sensiblen Nachtrandstunden ohne jede technische Entwicklung, sei es bei der Lärmentwicklung der Flugzeuge, bei der Flugverkehrsführung oder bei der Qualität der Wohnhäuser vermindert werden.
Eine weitere wirksame Massnahme ist die Neuregelung der lärmabhängigen Landegebührenordnung, die von der Flughafen Zürich AG bis anhin stets hinausgezögert wurde. Mittelfristig kommen die in der ZFI-Verordnung versprochenen Beiträge an die Lärmsanierung von Gebäuden in den betroffenen Gebieten hinzu, die nicht nur eine Chance für deren Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für die Umwelt bieten.
Der ZFI-Bericht ist unter www.vd.zh.ch/zfi abrufbar.
Medienmitteilung vom 17. September 2021: Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) hat die Beschwerden gegen die Teilgenehmigung des Betriebsreglements 2014 des Flughafens Zürich gutgeheissen. Es kommt zum Schluss, dass Lärmauswirkungen der Abend- und Nachtstunden nicht korrekt abgebildet wurden. Somit müssen die Behörden und Betreiber nochmals über die Bücher. Für die IG-Nord bedeutet dieses Urteil ein wichtiger Teilsieg, der klar aufzeigt, dass sich der Kampf gegen die willkürliche Lärmverteilung des Flughafens lohnt.
Medienmitteilung vom 12. Dezember 2019
Heute hat der Regierungsrat den Flughafenbericht 2019 mit dem Fluglärmindex ZFI des Jahres 2018 veröffentlicht. Die IG Nord steht dem Bericht skeptisch gegenüber und teilt die Bedenken des Schutzverbands der Bevölkerung um den Flughafen Zürich.
Medienmitteilung vom 8. Oktober 2019
Derzeit liegen verschiedene, zusammengelegte Verfahren zum Betrieb des Flughafens als Gesuch neu auf. Was nach einem formalen Akt klingt, hat es faustdick in sich. Mit dem Gesuch will der Flughafen den Betrieb noch stärker in den Abend verlagern und Lärm in den sensiblen Nachstunden legitimieren. Die IG-Nord erhebt Einsprache gegen das Gesuch und erwartet vom Flughafen endlich griffige Massnahmen, um die die Lärmproblematik in den Nachstunden zu entschärfen.
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