IG Nord - für eine gerechte Luftfahrtpolitik
 

Neuer Schub für raumplanerische Zusammenarbeit nötig

Die IG Nord begrüsst die Anpassung des SIL-Objektblatts durch den Bundesrat grundsätzlich. Vier Jahre ist es her, seit das Bundesverwaltungsgerichts den Bund angewiesen hat, den Nachtflugverkehr im SIL-Objektblatt neu abzubilden.

Bund sichert Unterstützung von raumplanerischen Bedürfnissen zu

Das angepasste SIL-Objektblatt enthält die Zusage des Bundesrats, des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, des Bundesamts für Zivilluftfahrt BAZL und des Bundesamts für Raumentwicklung ARE, dass der Sachplan Infrastruktur Luftfahrt die raumplanerischen Bestrebungen der Gemeinden unterstützt. Dieser Zusage müssen nun Taten folgen.

IG Nord fordert Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Die IG Nord verlangt neuen Schub für die raumplanerische Zusammenarbeit im Norden des Flughafens. Die IG-Nord-Gemeinden, die beteiligten Kantone, der Bund und der Flughafen müssen bei Vorhaben mit Auswirkungen auf die Raumplanung neu auf Augenhöhe zusammenarbeiten können. Die IG-Nord-Gemeinden müssen bei solchen Vorhaben von Beginn an einbezogen werden.

Genaue Prüfung des SIL-Objektblatts läuft

Die IG Nord hat die genaue Prüfung des angepassten, umfangreichen SIL-Objektblatts und der damit zusammenhängenden Dokumente und Unterlagen gestartet. Auch im neuen Objektblatt werden immer noch problematische Themen wie ein «gekrümmter Nordanflug» oder die Notwendigkeit eines Parallelpistensystems erwähnt. Die IG Nord behält sich deshalb vor, das SIL-Objektblatt anzufechten.

Einhaltung des Nachtflugverbots und solidarische Fluglärmverteilung bleiben zentral

Auch mit der Anpassung des SIL-Objektblatts bleiben die zentralen Forderungen der IG Nord dieselben: Das geltende Nachtflugverbot muss konsequent eingehalten werden. Der Flughafen und die Fluggesellschaften haben die Ruhebedürfnisse der Bevölkerung zu respektieren. Und: Die solidarische Verteilung der Flugbewegungen auf Norden, Süden, Westen und Osten trägt dem Umstand Rechnung, dass die gesamte Grossregion vom Flughafen profitiert. Es kann nicht sein, dass den IG-Nord-Gemeinden übermässig viel Fluglärm aufgebürdet wird.

 
2026
IG Nord erhebt Einsprache gegen Betriebsreglementsänderung
Medienmitteilung vom 16.02.2026: Die IG Nord und 13 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Aargau haben beim Bundesamt für Zivilluftfahrt Einsprache gegen das ergänzte Gesuch zur Änderung des Betriebsreglements 2014/2017 eingereicht. Die weiterhin unfaire Konzentration auf den Norden, die ungenügende Lärmreduktion und die Einschränkungen bei der Siedlungsentwicklung sind die Gründe dafür.
2026
IG Nord erhebt Einsprache gegen Pistenverlängerungen

Medienmitteilung vom 2. Juli 2026: Die IG Nord und 13 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Aargau haben beim Bundesamt für Zivilluftfahrt Einsprache gegen die Gesuche für die Verlängerungen der Pisten 28 und 32 eingereicht. Zentrale Fragen, unter anderem zur Sicherheit und zur Raumplanung sind ungenügend geklärt. Verbindliche Garantien gegen Kapazitätssteigerungen und für den Schutz der Nachtruhe fehlen.

2025
Genehmigung für Neubau Tower ist kein Präjudiz

Medienmitteiluing vom 21. August 2025: Das UVEK hat heute über die Genehmigung für den Neubau des Towers am Flughafen Zürich informiert. Das UVEK hält darin fest, dass die Plangenehmigung kein Präjudiz für neue Infrastrukturbauten und für die künftige Ausgestaltung des Flugbetriebs ist. Der Bund stärkt damit das Anliegen der IG Nord-Gemeinden für eine vollwertige raumplanerische Entwicklung.

 

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